der erste monat- ein rückblick

so liebe leute aus dem land, in dem die tage früher anfangen.

jetzt bin ich also schon einen ganzen monat hier! ich kanns gar nicht fassen- die zeit rennt also doch! (auch wenn ich in den ersten zwei wochen gar nicht so glauben konnte, dass das so sein wird, weil mein kleines gastmädchen mir die zeit hat extrem lang werden lassen). aber was soll ich sagen: dylan versucht nicht mehr mir die hölle heiß zu machen- ich hab gewonnen...der erste monat.

nachdem ich die ersten wochen alles gewohnt ernst genommen habe, fange ich jetzt langsam an, weniger angespannt mit allem zu sein und meinen spaß zu haben. alles lockert sich langsam. wir haben hier in chicago noch jeden tag fast 30 grad celsius und sonne- das muss man genießen. ich gehe viel raus mit meinen gastkindern: wir machen radtouren (oder besser zwei-räder-und-ein-dreirad-touren), essen picknick im garten oder gehen auf den spielplatz (auch wenn dylan dort immer anfängt zu protestieren, weil der spielplatz ja was für kleine kinder ist und sie ja schon soooooo groß ist. viel größer als irgendjemand sonst auf der welt).

außerdem steiger ich mich nicht mehr so in das familienleben rein wie am anfang, sondern koste meine freizeit mehr aus. ich kenne mittlerweile ziemlich viele andere aupairs, die in meiner nachbarschaft oder downtown wohnen und mit denen man eine menge spaß haben kann .

gestern gabs z.b. eine sightseeing-bootstour auf dem lake michigan und danach sind wir aupair mädchen alle zusammen das "navy pier" entlang geschlendert und haben ein´mexikanisches restaurant und mehrere bars gestürmt. in amerika zu sein bedeutet für mich jetzt nciht mehr nur amerika kennen zu lernen: mit einer schwedin, zwei mexikanerinnen, einer französin und anderen deutschen mädchen über verwöhnte kinder zu lästen bedeutet so viel mehr!!!!!!!!!

heute (freier sonntag) war ich wieder downtown und hab mich mit ania getroffen. wir haben unser geld bei lady foot locker ausgegben und ich war so froh, dass die familie mich wöchenentlich bezahlt, weil ich andernfalls wahrscheinlich immer EINEN einen guten shoppingtag hätte und dann 30 tage langeweile...

downtown chicago ist so bezaubernd! das absolute paradies für stadtmädchen. du kannst alles kaufen, es gibt alles und jeden zu sehen: gerade hier in amerika- dem land der freiheit und des überflusses. und die gebäude sind so wahsinnig beeindruckend. ich würde am liebsten jeden tag downtown fahren- hab aber leider nicht die zeit und das geld dafür. aber immerhin: das ist wohl eine konstante die fast jeder in seinem leben beschreiben kann: nicht genug geld und zeit für die richtig, richtig, richtig, richtg tollen dinge des lebens zu haben.

ansonsten kann ich noch berichten, dass ich plane von meinen rund 180 dollar pro woche immer jeweils 80 dollar zu sparen (was mir bis jetzt auch gelungen ist *daumenhoch*), um mir am ende des jahres mit guten 4000 dollar den verdammt besten monat meines lebens zu machen. (ich seh mich schon auf einem motorrad durch las vegas fahren- das ding kann ich dann am ende wieder verkaufen und der motorradschein kostet hier nur geschlagene 60 dollar was ein witz ist verglichen mit deutschen verhältnissen). ja- ich freu mich auf den reisemonat!!! und mit 100 dollar pro woche kann man gut leben (wenn man davon ´"nur" seine freizeit bezahlen muss, wobei "freizeit" als starbucks, sightseeing und shoppingspaß definiert werden kann).

soo, ich muss morgen wieder arbeiten und geh deswegen jetzt besser mal weg vom pc. einige fotos werd ich euch noch da lassen, damit meine schilderungen farbiger werden

22.9.08 05:17, kommentieren

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marizaan (aupair aus namibia) und ich bei unserer 1.ami-taxifahrt

15.9.08 07:09, kommentieren

tag 20

sooo. jetzt bin ich also schon fast drei wochen in dem land der unbegrenzten möglichkeiten.

weil ich einige fragen öfter höre als andere, dachte ich, es wäre an der zeit eine "fragerunde" zu eröffnen (bzw. eigentlich handelt es sich dann mehr um eine "antwortenrunde".

 1. Gewöhnt man sich mit der Zeit daran, dass das Leitungswasser so elendig nach Chlor schmeckt???

nein. ich glaube ich werde mich nie daran gewöhnen. ich nehm normalerweise einfach immer "richtiges" trinkwasser (obwohl das leitungswasser wohl angeblich nicht bedenklich ist) und verzieh beim zähneputzen das gesicht.

2. Hast du dich schon eingewöhnt?

nein. alles fühlt sich noch sehr fremd, sehr neu, sehr aufregend an.

ich fühl mich immer noch mehr wie ein gast (sowohl in chicago als auch in meiner gastfamilie). man weiß nicht wo die töpfe, konfitüre und alles andere steht und in chicago verfährt man sich oft...

3. Wie klappts mit der Sprache?

so weit so gut. ich merke, dass ich jahrelang sehr guten englischunterricht gehabt hab. aber ich erkenne auch, dass die sprache nicht unbedingt der einzige grund ist, weshalb ich mich gut zurecht finde. was viel wichtiger ist, ist dass ich wirklich keine scheu hab. wenn ich z.b. mit hilary unterwegs bin, die aus canada kommt und deswegen quasi perfekt englisch spricht, bin trotzdem ich diejenige, die nach dem weg fragt, das taxi besorgt usw... ich hab bemerkt, dass ich mich wirklich glücklich schätzen kann, dass es mir leicht fällt, auf leute zuzugehen. dadurch z.b. dass ich jeden tag etwa 2 stunden im fitnessstudio bin, kenn ich schon so viele leute! (auch wenn die meisten davon mütter um die 40 sind, aber das ist cool). als ich gestern das erste mal beim belly dancing- kurs war (bauchtanz- das war sooooo toll. ich werde keine stunde davon mehr verpassen in dem nächsten jahr!) und mich die frauen begrüßt haben, waren die gleich hin und weg davon ein echtes deutsches mädchen kennen zu lernen. zwei von ihnen haben sogar gleich ihre paar deutschen worte zum besten gegeben und gemeint ich müsste unbedingt ihre jungen kennen lernen, weil die nämlich ihr leben lang auf eine deutsch-amerik. schule geschickt wurden...die leute erwarten kein perfektes englisch von dir- im gegenteil: die leute freuen sich regelrecht, wenn sie hören, dass du niedliches "gefärbtes" englisch sprichst...

4. Denkst du auf Englisch?

nein. ich denke deutsch. und wenn man manchmal ne antwort schnell rausbingen muss, passiert das auch schon mal, dass einem ein ungefiltertes "doch...äah..." rausrutscht. dann heißt es umdenken und nochmal von vorne. AUF ENGLISCH.

5. Wurdest du schon gefragt, ob Hitler noch lebt?

nein. viele amis sind gebildeter als wir denken. aber eine lustige frage wurde mir schon gestellt. der carpet-cleaner-mann, der letze woche die teppiche im haus meiner gastfamilie gereinigt hat, hat mich ernsthaft gefragt, ob die amtssprache in deutschland auch englisch sei...hihihihihihihihihihi. und er guckte recht verwirrt als ich meinte "no. we speak german". ich hab das mal als kompliment an mein tolles small talk englisch verstanden.

6. Geht wirklich jeder Ami einmal am Tag zu Starbucks?

ja, mindestens. das gehört definitif zum lifestyle. ich habs mir auch schon etwas angewöhnt, weil die starbucks hier bis mitternacht geöffnet haben und entsprechend ein toller treffpunkt für uns aupairs sind und außerdem kannte der starbucks-typ schon nach 3 tagen mein getränk (shaken iced tea lemonade, size venti, style green tea, sweetened....JA DAS IST DIE BESTELLUNG FÜR GENAU EIN GETRÄNK. EINS.)

7. Was ist das größte Problem?

nein- nicht heimweh. das mit abstand riesigste problem jeder aupair ist parken. ja, genau: jede aupair in amerika wünscht sich insgeheim ein ups-car zu fahren mit dem sie dann schnell immer zweite reihe parken kann, um die kinder an der schule, vor der tanzschule, der musikschule oder sonstewo abzusetzen. parkplatzsuche ist eine meiner haupttätigkeiten. die amis sind mit schildern nämlich nicht geizig und die muss man dann auch immer ganz genau lesen. es gibt z.b. "no parking allowed monday, thursday and saturday from 6 a.m.- 8 p.m." und "no parking when snow is over two inches" und "no parking ...tralala." parken ist also ein studium: schei**e welcher tag ist heute? wie spät ist es? und liegt eigentlich schnee???

8. Unternimmst du viel?

klaro . wann immer ich kann. was bedeutet samstag und sonntag mit einer freundin/ einer anderen aupair treffen und dann kaffettrinken und quatschen bei starbucks oder shoppen oder club oder was immer das leben für einen bereit hält. unter der woche lauf ich oft einfach durch chicago. einfach entdecken. es gibt viele süße kleine shops und boutiquen.

9. oh es gibt im moment noch kein neunstens. das waren also die 8 häufigst gestellten fragen- schaff ein neuntens, wenn du willst

ich geh jetzt schlafen. ich bin nämlich glücklich, dass ich so einen schönen freien sonntag hatte und dass ich mal wieder meinen blog gepflegt hab.

ich hoffe ihr lasst das lesen nicht und ich freu mich immer über eure rückmeldungen, mails oder kommentare!!!

ich vermiss euch alle...eure tini

1 Kommentar 15.9.08 06:58, kommentieren

Dylan and me

10.9.08 17:47, kommentieren

he's just sooo cute!

10.9.08 17:46, kommentieren

messy maxi!

10.9.08 17:45, kommentieren

Sonnenuntergang bei oval beach

10.9.08 17:41, kommentieren